Göttingen

16.5. | aktionistische Rallye

Wohnungsnot, Zukunftsvertrag, Ökonomisierung des Gesundheitswesens, Jugendarbeitslosigkeit, ansteigender Rassismus und Nationalchauvinismus… Wir wollen mit euch verschiedene Punkte in Göttingen anlaufen, informieren, laut sein, Widersprüche aufzeigen, ungehorsam sein und Widerstand sichtbar machen.

17.5. | zentraler Aktionstag

gemeinsame Anfahrt nach
Düsseldorf | Zuganreise | Treffen 6.50 Uhr | Bahnhof
Blockupy kommt nach Düsseldorf! – Blockupy-Aktionstag
Hamburg | Zuganreise | Treffen 7.50 Uhr | Gleis 6
Hafencity entern – Elbphilharmonie besichtigen

20.05. | 18 Uhr | Apex

Podiumsveranstaltung: Die AfD: Eine rechte Partei vor der Europawahl
mit Alexander Häusler
Blockupy Bündnis Göttingen

22.5. | 19 Uhr

Diagnose Kapitalismus – die Verhältnisse überleben
Redical [M]

23.5. | 19 Uhr | Rotes Zentrum

Veranstaltung zu Verschränkungen von Krise, Kapitalismus sowie Rassismus und Widerstandsperspektiven mit Katharina Schönes, Hannah Schultes und Antira-AktivistInnen
Antifaschistische Linke International A.L.I

Grenzenlos solidarisch – Für eine befreite Gesellschaft!

Mit der Beteiligung an der traditionellen 1.Mai Demo startet in Göttingen der Widerstand gegen die europäische Politik der Krise. Das Göttinger Blockupy Bündnis ruft im Rahmen der europaweiten Aktionstage vom 15.–25. Mai zu Aktionen und Veranstaltungen auf.

Auch in Göttingen ist die Krise im Alltag präsent: Wohnungsnot, Privatisierung des Gesundheitswesens, Jugendarbeitslosigkeit, Ämterschikane und rassistische Unterdrückung können wir jeden Tag in Göttingen beobachten und wahrnehmen.

Besonders exemplarisch zeigt der Zukunftsvertag, wie sehr wirtschaftliches Denken im neuen Rathaus zur Zerstörung von kultureller Vielfalt, feministischen Errungenschaften und abwechslungsreicher Freizeitgestaltung führt. Durch den Zukunftsvertrag sind die Theater, der Frauennotruf und die Freibäder der Region gefährdet, um nur einige der betroffenen Einrichtungen zu nennen.

Die Wohnungssituation in Göttingen ist katastrophal: Die Mieten steigen und jedes Jahr kommen neue Menschen in die Stadt, die erst einmal eine Weile wohnungslos herum irren. Dabei stehen in der Innenstadt jede Menge Häuser leer. Der Wohnungsmarkt orientiert sich aber nicht daran günstigen Wohnraum für alle bereit zu stellen, sondern ist darauf ausgerichtet Profite abzuwerfen oder interessante Kapitalanlagen bereit zu stellen. Sogar das Studentenwerk der Universität Göttingen lässt in der Geiststraße ein ehemaliges Wohnhaus verfallen und baut Wohnheime zu luxuriöseren, kleineren Wohnungen um.

„Dies sind nur einige Beispiele aus Göttingen. In den nächsten Wochen werden wir an vielen Stellen Kritik üben, Widerstand leisten und die bestehenden Verhältnisse angreifen!“, so eine Sprecherin von Blockupy Göttingen. Dazu ist auch eine Aktionskarte in Arbeit, die lokale AkteurInnen beschreibt. Diese Karte wird in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

In Deutschland wurde die Krise von den herrschenden Eliten genutzt, um die neoliberale Aushöhlung des Sozialstaats durch prekäre Arbeitsverträge und sinkende Reallöhne weiter voran zu treiben. Gleichzeitig wird Deutschland als Gewinner der Krise postuliert, dessen Model nun durch die autoritäre Politik der Troika anderen Staaten übergestülpt werden soll. Anstatt die Krise auf die Logiken des Kapitalismus und der bürgerlichen Gesellschaft zurück zu führen, wird mit kulturrassistischen Ressentiments gegen jene gehetzt, die vermeintlich nicht dem neoliberalen Leistungsparadigma folgen.

Deshalb steht nicht nur das kapitalistische Wirtschaftssystem im Fokus unseres Widerstands. In Europa erstarken rechte und rechtspopulistische Parteien, die rassistische Abschottungspolitik der EU führt immer wieder zu Toten im Mittelmeer und zieht Grenzen, die uns gegeneinander ausspielen und spalten sollen.

„Wir wollen für eine befreite Gesellschaft kämpfen! Dazu gehört solidarisch und gemeinsam den Kampf gegen die verschiedenen Herrschaftsformen aufzunehmen. Deshalb wehren wir uns nicht nur gegen kapitalistische Ausbeutung, sondern auch gegen Rassismus, Nationalismus und Patriarchat!“, so die Sprecherin weiter.

Die Mai Aktionstage stellen das Warum-up für die europäische Mobilisierung gegen die EZB Eröffnung im Herbst dar, die wir stören, blockieren und verhindern werden. „Die Krisenpolitik der Europäischen Union ist unsolidarisch, autoritär und schürt rassistische Ressentiments“, urteilt eine Sprecherin des Göttinger Bündnisses. „Die Auswirkungen dieser Politik bekommen wir alle zu spüren. Dies werden wir uns nicht länger gefallen lassen. Die Proteste in ganz Europa nehmen zu. Starten wir also nun auch unseren Widerstand in Göttingen!“

http://goettingen.blockupy.org/